Habe über ein Bastlerforum alte Akku-Module aus einer ‘Sonnen-Batterie’ bekommen. Die Module bestehen aus je 112 Rundzellen LFP 26650, sog. Fortelion Zellen ( Olivine Type Lithium Iron Phosphate Lithium Ion Secondary Battery (FORTELION) | Cylindrical Type Lithium Ion Secondary Batteries | Murata Manufacturing Co., Ltd. ) von Murata.
Sollen sehr gute Qualität haben und bis 2,0V entladbar sein (was ich aber nur bis max. 2,5V nutzen werde).
Die Module haben nom. 24V (14p8s) und neu 1 kWh. Gemessen habe ich 900 - 950 Wh, also noch 90-95% ihrer nom. Kapazität. Insges. sind es 12 Module, die aber unterschiedliches Alter und Zyklenzahl hinter sich haben. 4 St. sind 10 Jahre, 4 St. 9 Jahre und 4 St. sind 5 Jahre in Betrieb gewesen. Leider zeigt sich bei 3 Modulen Korrosion an den Zellen und dort ist auch eine zähflüssige ölige Flüssigkeit in sehr geringer Menge erkennbar (vermutlich Elektrolyt?). Es riecht aber nicht typisch aufdringlich süßlich, wie bei den meisten Li-ion Zellen, sondern eher sehr ‘mild’ - kaum wahrnehmbar. Max. sind bis zu 5 Zellen betroffen, in 2 Fällen aber nur 2 Zellen.
Meint ihr, ich kann die Module noch weiterverwenden? Wie könnte ich die betroffenen Zellen testen, ohne die Module auseinander zu nehmen?
Mich wundert, dass nicht nur diese Kontakte? korrodiert sind, sondern dass der Kunststoffhalter daneben auch seltsam verschmutzt ist, obwohl es nicht aussieht, als wäre die Flüssigkeit dort entlang gelaufen.
Ist es wirklich Flüssigkeit aus den Akkus, oder hat’s mal von einem anderen Bauteil “reingeregnet”? Gerade bei deinem letzten Bild ist das linke Objekt ganz versaut, das mittlere halb und das rechte nur ein viertel.
Wie du wirklich testen kannst, ohne Ausbau, kann ich mir nicht vorstellen.
Die einzige Möglichkeit, die mir aber dazu einfällt, wäre, die Temperatur beim Laden und Entladen zu messen. Wenn dann ausgerechnet die korrodierten Teile auffällig sind, würde ich die auf jeden Fall rauswerfen.
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Das ist ein guter Punkt: könnte auch von anderer Stelle Wasser o.ä. eingedrungen sein. Die Zellen haben wohl auch schon einige Zeit ausgebaut im Keller gelegen.
Es sieht für mich so aus, als ob der ‘Elektrolyt’ auf den Zellverbindern (Ni-Streifen) unterhalb der Kunststoffabdeckung durch Kappilarwirkung entlang gekrochen ist, und dann weitere Zellen kontaminiert hat - mit abnehmender Tendenz. ‘Ausgelaufen’ ist vielleicht nur eine einzige Zelle. Beim Laden und Endladen (mit relativ geringem Strom) ist mir nichts aufgefallen, bei Kapazität und Innenwiderstand auch nicht. Bei den 14p-Gruppen liegt der Ri bei 2,5 - 4 mOhm (schwer zu messen über die Ni-Streifen), beim Gesamtpack an den äußeren Kontakten bei 8 - 12 mOhm. Gemessen mit YR1035+ (bei 1 kHz). Das ist alles relativ unauffällig, wie ich finde, wobei die Abweichungen der 14p-Gruppen schon etwas krass ist, aber wie gesagt, liegt das eher am Ansatz der Messpitzen - da schwanken die Ergebnisse mal um 10-20%.
Habe jetzt mal testweise für 20min. mit hohem Strom (32A) das Modul geladen und geschaut ob irgendetwas auffällig wird. Weder die Spannung der Zellengruppen noch die Temperatur sind an der beschädigten Gruppe irgendwie auffällig. Die Spannung weicht nur um wenige mV ab, Temp. ist überall gleich und entspricht etwa der Zimmertemp. Vermutlich hat bei der beschädigten Zelle das CID ausgelöst und die Zelle ist praktisch aus dem Verbund ausgenommen. Wenn 6 Zellen in der 14er-Gruppe beschädigt wären, würde man es sowohl an einer vermutlich höheren Spannung als auch an der Temperatur merken, denke ich.
warum ist die beschädigte Zelle dann nicht viel kälter, wenn ihre Sicherung ausgelöst hat?
Die sind alle ‘kalt’ - kein Unterschied 
2,3A juckt die nicht wirklich - ist ja grundsätzlich ein gutes Zeichen.
Wenn eine Zelle in der Gruppe ‘tot’ ist, wären es max. 2,5A/Zelle - macht auch keinen Temp. unterschied. Wenn alle 6 Zellen aus der 14er-Gruppe tot wären, würde man es evtl. spüren.
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