ich habe hier mal ein paar Ausschnitte aus meinem privaten Trafobuch reingestellt. Seite 156 - 160. Die Einzelfotos habe ich gerade nicht gefunden, aber hier sind die Bauphasen einfach und verständlich dargestellt.
Wie immer ist das Erschaffen von sicheren Spulen und dem Sekundärdrahtschutz mit einer Unterteilung in mehrere Einzelglieder notwendig. Meistens werden schmale Scheibenspulen verwendet, um die Spannungspotenziale aufzugliedern. Ich verwende z.B. dickere Scheibenspulen, achte auf die Abstände und wickle sie so, dass die Lagenspannungen mit der Isolation nicht durchschlagen kann.
Das Öl verhindert das sowieso weitgehend.
Das Zweite ist, dass ich die Spulen im “Zickzack” anschließe. Von Innenanschluss Spule zum Außenanschluss Spule usw. Das hat den Vorteil, dass wenn eine Spule zum Beispiel eine Spannung von 100 kV erzeugt, immer nur 100 kV zwischen den Spulen liegen. Werden die Spulen “unten-unten” und “oben-oben” verkettet, stehen sich jeweils
100 kV gegenüber, was 200 kV bedeutet. Hier ist die Überschlagsgefahr wesentlich größer.
Beim letzten Bau, der hier in den Buchseiten angezeigt wird, sind alle Spulen gleich erschaffen. Bei dem nächsten Induktor, der jetzt 1000 kV haben soll, muss ich die Spulen nach außen hin so erschaffen, dass die innere Lage vom Primärschenkel und die äußere Lage vom Behälterrohr weiter entfernt liegt. Hier sind die Potenziale ja am höchsten. Ich hoffe, die Buchseiten können hier geladen werden.
So, jetzt zeige ich euch noch meinen kommenden Induktor, der endlich sichere 1 MV erzeugen soll, bei dem man die Elektroden einen Meter weit auseinander ziehen kann. Mit dem Behälter habe ich schon angefangen. Gestern habe ich zwei Röhren miteinander verschweißt. Das Innenrohr blieb so wie es ist und das äußere wurde in zwei Hälften längs aufgeschnitten, um das erste Rohr gezwungen und längs wie auch am Rand miteinander verschweißt. Zwischen den beiden Rohrschichten wird dann beim Öleinfüllen ein Ölfilm entstehen, der die aufgedoppelte Wand von 16 mm noch mit isoliert. Außerdem ist das dann sehr stabil.
Der Kern ist 140 cm lang, im Querschnitt 60 mm x 55 mm und wird mit einem isolierten Zaundraht umwickelt, etwa ca. 400 Windungen, also eine Wicklungsbreite von 400 x 3 mm = 1200 mm (120 cm). Der ganze Induktorkomplex wird ca. 160 cm lang und saumäßig schwer. Allein der lange Schenkel wiegt noch ohne Draht gute 50 kg. Wie immer wird das so gebaut, dass eventuell auslaufendes Öl (durch einen Unfall…) in eine Wanne laufen kann, die mit an den Komplex verschweißt ist. Eine stabile Multiplexplatte und Rollen garantieren ein einfaches sicheres Handling.
Später auch mit Röhren für Tragestangen für einen Transport durch zwei starke Männer .
Fotos habe ich jetzt noch keine. Aber hier auf der Grafik kann man mal schauen, wie der ganze Induktor ungefähr aussehen soll.
Unter der Woche kamen die Kunststoffplatten. Aber zuerst werde ich den Kern bewickeln. Der wiegt etwa 40 kg (für mein Alter gefühlte 60 kg ). Den habe ich auf 2 Böcken quergelegt und da werde ich ihn beim Wickeln ca. 1600 mal mit der linken Hand drehen, mit der Rechten den harten Draht biegen und flächig anbringen…da tun die Daumen jetzt schon weh. Aber egal, da muss ich jetzt durch. Der Draht ist angefragt, wird auch bald kommen. Die Kernbewicklung werde ich dann erst mal testen. Widerstand messen, Spannung und Stromstärke im Dauerbetrieb bei 50 Hz ermitteln usw.
Da der Draht ja aus Stahl ist, wird der Widerstand höher sein und später auch eine höhere Spannung gebraucht. Da kann ich wieder mal ins Blaue schätzen, wieviel Spannung ich aus einer Lademaschine brauche. Ich will ja extra für den Induktor eine herstellen, damit ich die Meterblitze ohne Netz erzeugen kann. Das dürfte auch kein Problem sein. Die einzige Sorge ist, ob der Induktorbehälter der hohen Impulsspannung standhält. Vielleicht werde ich die Sekundärspulenanzahl erhöhen, damit die Einzelpotenziale nicht zu hoch sind. Geplant waren ja 12 Sekundärspulen. Vielleicht mache ich 15 Stück oder wenigstens 14.
Zur Zeit quälen mich massive Kreuzprobleme. Das wird die Arbeit stark erschweren…
Hallo und einen schönen guten Morgen, hallo grüß dich Matse, deine Induktoren und Lademaschinen sind schon etwas besonderes, einmaliges , verbunden mit ner hohen handwerkskunst, mit viel Liebe zum Detail gemacht. Ich denke mal, diese Bauart deiner Induktoren sucht seinersgleichen, und gibts nur ein mal auf dieser Welt . Gute Besserung und viele herzliche Grüße von axon-F.