Das Ziel ist, die Teslaspule für mindestens 10 Minuten betreiben zu können ohne das
dabei eines der Bauteile abraucht, die Schaltung aus wenigen Bauteilen aufgebaut ist und mit 230 Volt “aus der Steckdose” betrieben werden kann.
Auf der Suche nach brauchbaren Schaltplänen bin ich auf diese Schaltung gestossen
(LabCoatz Driverless SSTC 2.0)
und würde gerne eure Meinung dazu wissen. Falls diese was taugen sollte und ich sie aufbauen möchte, was könnte ich als den im Schaltplan angegebenen Ballast verwenden? Wenn mit Ballast ein Vorschaltgerät für Leuchtstoffröhren gemeint ist, was genau braucht man für eines?
Der Schaltplan besagt das die Schaltung für 120 Volt ausgelegt ist, ich habe einen
Stelltrafo mit den ich die Netzspannung ggf. herunterregeln könnte.
Was meint ihr dazu, ist diese Schaltung brauchbar, irgendwelche Tipps von
euch bzgl. dessen oder gibt es Alternativen dazu ?
Hallo und einen schönen guten Morgen, so einfache tiny - driverless SSTC s sollten eigentlich immer funktionieren, besonders wenn man den Schaltplan - Layout von nem etablierten Baster - Youtuber hat . Der HV Kondensator am Fußpunkt der Sekundärseite sollte Impulsfest sein , ein Doorknob oder ne MMC. Der Mosfet läuft hier oberhalb seiner Spezifikationen, deshalb sollte man sich auch genau an den Schaltplan halten. Da ich hier ja keine Feedbackspule ( Slayer Exciter) habe, ist das Gate nur über die TVS geschützt. Das Gate bekommt die Spannung über den Spannungsteiler 30 K - 1 K ( ? W) und dem HV Cap, da sollte man die 120 V schon einhalten, wären so 3,8 V. Dei so ner hohen Eingangsspannung sollte man die Drossel voher mit ner Last überprüfen. Ich hatte mir mal nen saturable core reaktor gebastelt, ohne Strombegrezung geht das alles sofort in Rauch auf. Für den Gleichrichter hätte ich lieber ne Brücke verwendet ? Ich hatte auch mal ne HF Plasma Flame mit so wenigen Bauteilen gebastelt , deshalb gleich nen kleinen Vorrat an Mosfet s ordern - Mosfetkiller . Das entsprechende Video dazu https://youtu.be/Q0lkg9lxz3s?is=tqnyY-0Upx5Tt0jr
Viele herzliche Grüße von axon-F.
Sicher kriegt man so ein Setup zum Laufen, aber die Funkenklänge wird sich wohl eher in Grenzen halten. Eine kleine SSTC mit Halbbrücke und Treiber wird weitaus bessere Resultate liefern und ist besser steuerbar, sowohl, was die Frequenz betrifft, als auch, was die Möglichkeiten der Impulsansteuerung etc. angeht. Diese 1-Mosfet-Feedbackspulen können ausserdem hinsichtlich Abstimmung sehr zickig sein, während man bei einer Halbbrücken-SSTC bequem mit einem Potentiometer die Frequenz einstellt, bis maximaler Output daherkommt. Ich will dir nicht grundsätzlich vom Bau abraten, aber ich wollte diese Punkt einfach noch zu bedenken geben. Unter Umständen verbrät man mit den eigenwilligen Details einer solchen selbstschwingenden Schaltung ähnlich viel Zeit, bis es irgendwann stabil läuft, wie beim Löten einer Halbbrücken-SSTC mit Treiber, aber die Resultate sind meist nicht vergleichbar.
Wenn du eine Idee bekommen willst, was es heissen kann, sich mit einer hochfrequenten Feedbackschaltung dieser Art auseinanderzusetzen, dann schau dir mal diese Thread hier an:
Das zieht sich hier über 100 Beiträge
Die Eingangsspannung der oben gezeigten Schaltung ist übrigens auch durch die maximale Drain-Source-Spannung des Mosfets begrenzt. Diese sollte etwa das Dreifache der Eingangsspannung betragen.
ich danke euch sehr für die hilfreichen Antworten!
Ich werde es mal mit der Schaltung aus dem Video von LabCoatz
versuchen. Das mit der Halbbrücken-SSTC klingt interessant,
und ev. kann ich mich später damit beschäftigen.
Nur die Frage was könnte ich als Ballast verwenden ?
Gibt es irgendwas handelsübliches (oder online) was man dafür
nehmen könnte?
Hallo und einen schönen guten Morgen, hallo grüß dich SPAL. Ich hätte meine Bauteile erst mal so kurz wie möglich zusammengelötet. Dabei hat sich folgendes bewährt, Mosfet mit Paste auf Kühlkörper, Lüsterklemme - Messing an G - S - D, Spannung am Gate so wählen, das man auf 3,8 bis 4 Volt kommt. Eventuell ein Poti mit Vorwiderstand nehmen und erst mal die VS etwas herunterstellen. Alle Daten plus HV Doorknob mal in den Raake Rechner eingeben, und mal schauen wo ungefähr die Resonanzfrequenz liegt. Mit der Länge und dem Durchmesser der Primärseite kann man danach noch etwas spielen . An die Sekundärseite der Teslaspule kann man mit nem Kunststoffarm - Halter eine Glimmlampe hängen. Diese sollte sich gleich melden, wenn ne Ausreichende Feldstärke vorhanden ist. Hat man noch nen MOT E - I Kern da, kann man die Primärseite als Drossel verwenden, eventuell neu bewickeln und vorher die Induktivität berechnen - Wechselstromwiederstand der Drosselspule. Schaue doch mal beim Plasma Channel https://youtu.be/SyZuel2iaBk?is=-3XjYCQtSdRqtXRU oder https://youtu.be/-AQmaAEyTic?is=HJ9gEGANotPd_NXR vorbei. Bei meiner kleinen HF Plasma Flame Tesla Coil, 24 V DC Eingangsspannung reichte ne mini Drosselspule von 10 uH auf der DC Seite. Auf der Gleichstrom- Seite haste nur den reinen Ohmschen Widerstand, da hat ne Drossel auch noch andere Aufgaben. Ein Netzteil - Buck Boost Converter mit ner Strombegrenzung wäre auch ne Alternative. Nachbau geschieht wie immer auf eigene Gefahr. Viele herzliche Grüße von axon-F.
Gestern sind die MOSFETS gekommen, ich denke (oder hoffe) dass ich jetzt alle
Bauteile für die Schaltung habe.
Hier ein Screenshot aus dem Video von LabCoatz was du verlinkt hattest.
So würde ich die Schaltung aufbauen wollen.
Von der Gleichrichterdiode habe ich 4 Stück da, die würde ich zu einem
Full Wave Bridge Rectifier anordnen wollen. Den genauen Kondensator habe ich
nicht, ich würde mir das aus 2 WIMA MPK Kondensatoren 0.22uF/650~ in Serie
aufbauen. Die Widerstände habe ich nur als 1/4 W Versionen da. Ich habe
noch einen dicken 47 Ohm Widerstand, ev. könnte ich den auch nehmen.
Du schreibst etwas von 3,8 bis 4 Volt am Gate, bekommt es das durch
die beiden Widerstände im Schaltplan ?
Als Primärspule würde ich entweder Erdungsdraht (ca. 1 cm dick, aus dem Baumarkt)
nehmen, und als Sekundärspule habe ich noch eine kleine selbstgewickelte Spule
von einem meiner ersten Teslaprojekte, ich habe aber auch noch eine größere
da (Induktivität müsste ich mal messen).
Der Ballast: ein MOT hatte ich auch mal, den habe ich jetzt schon seit Tagen gesucht,
aber nicht mehr gefunden. Ich tendiere gerade danach eine E27 Lampenfassung zu
bestellen und diese mit einer 180W Glühbirne in Reihe zu schalten.
Falls du noch Tipps oder Hinweise hast, schreib bitte gerne dazu.
Hallo und einen schönen guten Morgen, hallo SPAL da hat sich wohl ein Bot eingeschlichen. Vom Fach bin ich ja nicht, aber bei der letzten Variante liegt der Schwingkreiskondensator nicht zwischen dem Gate und dem Fußpunkt der Sekundärseite ? Der Balast - Drossel liegt hier auf der Wechselstromseite, was ja auch Sinn macht
Das der Ballast vertauscht ist, war mir vorher garnicht aufgefallen. Danke für den Hinweis. Ich habe noch weniger Ahnung als du. Warum macht es Sinn das der Ballast vor dem Gleichrichter ist, wirkt es dann als Widerstand (Impedanz) ?
Ich möchte die Schaltung ja mit einem Stelltrafo betreiben. Es ist viele Jahre her das ich den mal auf ebay bestellt habe. Ich meine mich zu erinnern, das er damals mit einer Angabe zur Amperezahl in der Artikelbeschreibung versehen war, ev. begrenzt der Stelltrafo ja auch den Strom (?).
Hallo und einen schönen Donnerstagnachmittag, hallo SPAL. Im Gleichstromkreis hat man eben nur den reinen Ohmschen Widerstand. Ein Stelltrafo regelt nur die Spannung, keine Galvanische - Trennung. Hier gilt aber, je weniger Spannung bei gleichem Widerstand, deso weniger Strom - U R I. Wie schon erwähnt, ne Strombegrenzung hat man mit einem Labor - Netzteil - Buck Boost Converter. Ich hatte auch mal ne Plasma Flame Tesla Coil gebastelt, diese aber nur mit 24 V befeuert, da hatte ich mit Argon, eine ca 15 mm Flamme . Hier noch der Link dazu PLASMA flame Tesla Coil - Seite 2 - mosfetkiller-Forum . Für die Primärseite würde ich erst mal ne Litze mehmen, 1.5 bis 2.5 mm2, damit man auf die richtige Induktivität kommt - Durchmesser - Drahtstärke - Abstand. Wie sich ei n Eisendraht hier verhält, hoher Widerstand, kann ich dir nicht sagen. Ein Schwingkreis benötigt immer einen bestimmten Strom, ich würde aber erst mal die erste Variante, mit dem Kondensator zwischen Gate und Sekundärseite ausprobieren, aber mit ner Drossel auf der AC Seite und mit zusätzlichen 10 uH auf der Gleichstrom Seite ? Das Gate bekommt eine Vorspannung vom Spannungsteiler, das letzte bisschen kommt vom Kondensator und vom Fußpunkt der Sekundärseite, deshalb schaltet der Mosfet immer auf der Resonanzfrequenz des Schwingkreises . Bei einer Glühlampe - Heizung fällt dir eventuell hier die hälfte der Spannung ab. Wie erwähnt, ich komme nicht aus der Elektronik- Ecke, aber als Schlosser - Maschinenbauer hat man schon ein solides Fundament. Im Augenblick versuche ich gerade ein Changiergestell aus Niob beim Kunden zu reparieren . Viele herzliche Grüße von axon-F.