baue mir gerade aus ausrangierten Sonnenbatteriemodulen (8S LFP, 24V, 1kWh) eine größere Batterie mit 48V. Habe noch 10 St. dieser Module, die werden in 5p2s verschaltet. Für die Ausgangspole wollte ich eine Kupferschiene 20x3mm verwenden, die ich gerne um 90 Grad biegen würde. Habe jetzt Sorge, dass ich da evtl. Mikrorisse bekomme.
Welchen Biegeradius sollte ich unbedingt einhalten, um das zu Vermeiden?
Oder macht es Sinn die Schienenstücke - ca 100 x 20 x 3mm - vorher weichzuglühen? Reicht da ein großer Propanbrenner? Ggf. könnte ich Sauerstoff zuführen über einen O2-Generator, aber max. 5l/min. Rotglut Erzeugen und dann im Wasser abschrecken um das Gefüge ‘einzufrieren’.
Damit wäre die Biegung wohl viel einfacher?
Allerdings könnte das Kupfer dann zu weich sein? Könnte ich es duch nachträgliches Hämmern oder Pressen im Schraubstock wieder etwas härten?
Alternativ könnte ich noch 2 oder 3 Lagen Messing-Flachmaterial verwenden, ist aber für die Anschlüsse nicht optimal denke ich.
so weit ich noch von der Schule, aus dem Werken weiß, wird das Kupfer durch Bearbeiten wieder hart, wobei ich nicht glaube, dass da Pressen geht, eher Hämmern. Auch durch langes Herumliegen härtet es wieder. Ich glaube nicht, dass es irgendwie zu weich wird. Und so lange du nicht gezwungen bist, einen rechten Winkel zu biegen, kannst du doch eine schöne lange Rundung machen. Es kommt auch noch darauf an, ob deine Kupferschiene reines Kupfer ist. Aber wenn die ursprünglich auch für Fest-Kontakte war, wird das schon so sein.
Danke Dir! Ich meine, die Schiene ist aus dem Elektrobereich, Stromschiene. Also vermutlich ziemlich reines Kupfer, halbhart schätze ich. Der Winkel sollte schon 90 Grad sein und so eng wie möglich, wobei 4-5mm Biegeradius noch o.k. wäre. Macht vermutlich Sinn vorher weichzuglühen?
Ich denke nicht, dass du beim Erhitzen von reinem Kupfer etwas kaputt machen würdest. So lange es nicht schmilzt. Und wenn du beim Biegen merkst, dass es sich dadurch schon wieder verdichtet, kannst du es ja wieder neu erhitzen.
Bei einer Legierung hätte ich da eher Bedenken.
Ist mir auch noch nie gebrochen selbst mit einem Innenradius von Null.
Ich würde es einfach einmal mit dem Propanbrenner glühen und dann umbiegen.
Zum Umbiegen kann man das im Schraubstock einspannen, außen irgendeinen Flachstahl auflegen damit man möglichst nah an der Einspannung knickt und dann umbiegen, oder mit dem Hammer umkloppen.
Das Weichglühen und anschließende Biegen war kein Problem, das Kupfer ist butterweich und selbst die nur 50mm herausragenden Enden aus dem Schraubstock ließen sich mit der bloßen Hand biegen. Auf einem glatten Stahlblock habe ich leichte Unregelmässigkeiten im Winkel heruasgehämmert, aber leider dadurch auch kleine Hammerspuren im Kupfer hinterlassen. Wie bekomme ich diese Endstücke nun wieder 100%ig plan? Einfach auf Sandpapier schliefen - wird schwierig denke ich? Mit Holzhammer nochmal nachbearbeiten? Ein Stk. Hartholz zwischenlegen und dann mit Hammer nochmal bearbeiten? Im Schraubstock Pressen (großer, schwerer Schraubstock) hat nichts mehr gebracht, weil die Oberflächen durch das Hämmern wohl schon wieder verfestigt wurden.
Das wird schwierig. Du hast vielleicht auch gesehen, dass am Bogen sich die Kanten herausgedrückt haben und das Kupfer dazwischen etwas eingedellt ist. Natürlich kannst du schleifen. Aber ob du das weg bekommst…
Du könntest das Teil zwischen zwei Hartholzbacken (oder dicke Bleche) einklemmen. Zuvor auf diese Backen Papier oder ähnliches legen, damit das Kupfer dann etwas über den Backen steht. (So weit halt wie deine Hämmereien tief sind) . Danach kannst du mit einer Feile und Schleifpapier das Kupfer, das übersteht entfernen.
Ich frage mich aber eher, soll es gut aussehen oder irgendwie funktionieren?
Naja, für einen möglichst guten Kontakt sollten die Anschlüsse plan sein. Sicher nicht 100%ig auf ein paar Mikrometer - aber doch möglichst plan. So ist es eher eine kleine Hügellandschaft - natürlich stark übertrieben. Vielleicht macht es am Ende gar nicht viel aus, wenn der Anpressdruck hoch genug ist, drückt sich das schon zusammen.
Hallo und einen schönen guten Morgen, ich würde mir einen kleinen Handbieger oder ein Gesenk anfertigen - basteln, da bleiben die Endstücke auch gerade. Ich habe mir mal Busbars aus Kupfer mit einem Gesenk angefertigt, diese müssen nur noch vernickelt werden. Viele herzliche Grüße von axon-F aus der schönen Schweiz
Machst Du Dir da nicht irgendwie zu viel sorgen? Wieviel hundert Ampere willst Du denn da durch die Zellen jagen?
Ich mein ich hätte ja sowieso Alu genommen weil billiger
Wenn es wieder plan werden soll muss man da wohl Material abtragen.
Entweder elektrisch, da geht irgendwie ein Bandschleifer oder der Winkelschleifer. Das Kupfer wird aber blitzschnell sehr heiß. Am besten Wasserglas bereithalten um oft abzukühlen.
Wenn es von Hand gemacht werden soll nimm auf jeden Fall eine breite Metallfeile, die holt ordentlich Material runter (am besten mit etwas Öl damit die nicht zuklebt, Schleifpapier ist da nur ein Krampf.
Wahrscheinlich Viel mehr als 100A werden da nicht durchfließen und wenn man es fest anzieht, sollte das auch bei ein paar Unebenheiten kein Problem sein. 100%ig plan bekommt man sowas ja ohnehin nicht, aber das Hämmern war vermutlich contraproduktiv.