Guten Abend, Gentlemen, hallo axonf! Eine Sammelbestellung bringt’s wohl eher nicht, da die Chinesen für jeden Trafo einzeln die Versandkosten berechnen. Wollte am Anfang gleich zwei Stück auf einmal nehmen, was doppelte Versandkosten bedeutet hätte. Es ist auch klar, warum das so ist
Die Chinesen zahlen so gut wie keine Versandkosten und rechnen aber die Versandkosten dann als zusätzlichen Gewinn für den Artikel ein. So kann der Verkäufer die Artikelkosten vermeintlich tief halten und holt trotzdem maximale Kohle ein 
Leider gibt es zu dem Trafo kein Datenblatt. Einzige Angaben des Verkäufers sind die Maximalspannung von 20kV RMS auf der vergossenen HV-Seite und ein Übersetzungsverhältnis von 100:1 (bei 5 Windungen primärseitig), sowie die Leistung von 3kW dauerhaft. Ich persönlich würde mit der Frequenz nicht höher gehen als 20 bis 25kHz, da ich befürchte, dass bei höheren Frequenzen wegen dielektrischen Leckströmen die Isolation wesentlich früher durchschlägt. Zur Windungszahl primärseitig: Der Verkäufer liefert den Trafo mit nur 5 Windungen auf der Primärseite. Dann dürfte er aber wohl nicht mehr für gleichgerichtete Netzspannung taugen. Mein Anhaltspunkt ist folgender: 20kV auf der HV-Seite sind fest vorgegeben. Das Windungsverhältnis kann glaube ich in zwei Varianten gewählt werden, bei mir ist es 100:1, es werden aber auch Trafos angeboten mit 320:1 oder so. Wenn man von einem 100:1 ausgeht, könnte man schlussfolgern, dass bei einer primärseitigen Windungszahl von 5 Windungen HV-seitig also 500 Windungen aufgebracht sein müssten. Damit kann man natürlich auch auf das Sättigungsverhalten des Kerns schlussfolgern resp. auf die Primärspannung. Bei mir wären also mit einem Verhältnis von 100:1 primärseitig etwa 200V erlaubt, nun habe ich jedoch 500Wdg zu 13 Wdg, macht also ein Verhältnis von nur noch 38:1, damit wären dann also theoretisch über 500V primärseitig erlaubt, bis die Sättigungsgrenze des Kerns kommt. Ob das jetzt alles genau so stimmt, weiss ich nicht, aber ich habe auch bei gleichgerichteten 270VAC vom Variac (=382VDC als Brückenspannung) kein Problem festgestellt.
Ich habe absichtlich das kleinere Übersetzungsverhältnis gewählt, weil es mir geeigneter erschien, um primärseitig mit bereits relativ hoher Spannung einspeisen zu können. Wählt man ein bedeutend höheres Übersetzungsverhältnis, so darf die Primärspannung nicht mehr so hoch werden, was dann natürlich für gleiche Leistung den Strom in die Höhe treibt, was ich wiederum ungünstig finde, einerseits wegen den Verlusten, welche quadratisch zum Strom steigen, andererseits auch wegen der Erwärmung der Primärwicklung.
@Matse:
Wenn ich unsere Arten der Arbeiten vergleiche, mit dem Aufwand und den Bauten, von den Kosten werden wir ähnlich betroffen sein, nur dass meine Bauten durch Kunststoffschweißerei, Sägerei und Spulenwicklerei ("eben auch der “Ölsauerei”) und langsamer mühsamer Arbeit entsteht. Von den Kosten von allen Teilen, auch des Drahts, liegt so ein Induktor momentan bei 800 € Materialkosten. Die Arbeit rechne ich da nicht. Ich denke, dass bei deinen Kaskaden alles zusammen auch in der Preisliga liegt, egal ob du manches geschenkt bekommen hast oder nicht.
Sicher lassen sich unsere Projekte kostenmässig teilweise vergleichen. Für meine Projekte muss ich vermutlich etwas wneiger Zeit aufwenden, auch wenn der Bau von elektronischen Schaltungen inkl. Fehlersuche manchmal auch nicht ganz simpel ist. Ich weiss aber mit Sicherheit, dass ich diejenigen Arbeitsgänge, die Du bei Deinen Geräten machst, nicht könnte. Ich habe leider nie gelernt zu schweissen und überhaupt bin ich mechanisch leider eher mit zwei linken Händen zur Welt gekommen
Aber es ist doch cool, dass es eben unterschiedliche Lösungsansätze gibt und alle führen irgendwie über (Um-)Wege zum Ziel
In diesem Sinn: Weiterhin viel Spass beim Bauen, Konstruieren, Testen und Lichtbögen ziehen 
Gruss kilovolt