Netzspannung bei uns heute 244V

Hallo Leute

heute habe ich die Netzspannung gemessen bei uns im Haus, weil ich noch letzte Tests an meiner Dreiphasenverteilbox durchgeführt habe. Die Werte betrugen zwischen 243 und 244V RMS von Phase zu Neutralleiter. Mir war in Erinnerung, dass wir normalerweise nur etwa 233V haben. Sind das normale Werte, resp. wie sieht es bei euch aus?

Beste Grüsse
kilovolt

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in Europa sind seit 2009 : 230V ±23V
hart am limit

bei wechselrichter ist das: 253V max für 10min, 260V sofort aus laut DIN VDE 0126-1-1

alte geräte mögen das überhaupt nicht. hab schon trafos aus hifi geräten neu wickeln müssen weil sie bei 220v schon fast am sättigen waren und bei 230v zu heiß wurden

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Hallo gamerpaddy

Stimmt ja, +/-10%… dann wär ich noch im grünen Bereich, danke für den Hinweis. War halt interessant, dass es scheint, dass die Spannung seit neuestem wirklich höher liegt. Hab auch später nochmals ne Messung gemacht und es war fast gleich. Naja, die Verbraucher müssens halt aushalten.

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Wir haben hier aktuell 225V, über 240 hab ich hier glaub noch nie gesehen.

Schaltnetzteile haben da ja weniger probleme mit. 400v elkos nach dem gleichrichter kommen da max. auf 370v.

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Ja, bei den Schaltnetzteilen mach ich mir auch weniger Sorgen. Meine HiFi-Geräte habe ich teilweise umgestellt auf 240V. Etwas mehr als 230V war bei uns lange üblich, aber jetzt scheint es tatsächlich deutlich mehr geworden zu sein, und das auch Abends, also wenn nix mit Solar mehr los ist.

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In meinem kenwood GE1100 ging deswegen der trafo durch. die liefen schon immer am limit, weshalb alle sich alle über das brummen beschwert haben.

hab ihn neu gewickelt und vergossen, seitdem ist ruhe.

bei alten receivern killt das auch die beleuchtung, sehr oft bei marantz geräten gesehen.

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Das ist wie schon erwähnt wurde relativ normal, ich habs aber auch erst realisiert seit hier gut sichtbar nen power monitor vor nem Gerät steckt.

Da die Stadt aus der ich komme in den letzten Jahren mehr Windkraft ausgebaut hat als Eigenverbrauch + Übertragungsnetz hergeben gehts im Herbst schön rund wenn man auf die Anzeige guckt.

Bei mir sind zwar nur bis max 239V, aber schön noch die Speicheröfen im ganzen Haus die Ziehen ^^

Meine beste Hypothese

Da ich die 239V immer nur bei erhöhter Netzfrequenz sehe, knapp unter 50,02 Hz, könnte der Ortstransformator auf dem letzten Abgriff angekommen sein, denn die Netzspannung hängt auch mit an der Frequenz dran, das wird nur gern mal vernächlässig weil man darüber im Verbungsnetz keine Lastflüsse steuert.

Hast du da auch mal parallel mit drauf geschaut?

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Hallo fxk8y

Vielen Dank für deine Antwort.

Die Frequenz habe ich nicht mitgemessen, kann ich mal noch nachholen. Wie gut die Messung mit dem alten Toellner TOE6723 Frequenzzähler dann wirklich ist, ist eine andere Frage.

Die Höhe der Spannung scheint aber offenbar nicht nur kurzzeitig so gewesen zu sein, sondern auch jetzt am Abend habe ich wieder 243V gemessen. Naja, werde dies sicher noch etwas im Auge behalten, aber die Werte sind ja noch in der Toleranz von +/-10%, da kann man nicht viel machen. Ist sicher auch kein Weltuntergang, ist mir halt nur aufgefallen und es würde mich interessieren, ob es bei euch da draussen auch so ist.

Gruss kilovolt

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Würde ich nicht unbedingt sagen, die Spannung im Niederspannungsnetz ist eigentlich nur Belastungsabhängig, die Frequenz spielt fast keine Rolle.

Dazu kommt ja noch das die Frequenz im Normalfall vernachlässigbar schwankt. ±0,1Hz sind da schon Extreme die man nur selten sieht. Wenn man da einen proportionalen Einfluss auf die Spannung annimmt wären das ±0,5V.

Die Wahl der Anzapfung ist halt immer ein Kompromiss, am Ende des Strangs muss man immer noch die Spannungsgrenzen einhalten, sowohl im dunklen Winter bei maximalem Bezug als auch an einem sonnigen Mittag mit viel PV und niemandem Zuhause.

(Unter Last) Regelbare Ortnetztransformatoren bilden die absolute Ausnahme.

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Dankeschön, das Detail war mir nicht bekannt.

Habs nicht ohne Grund als reine Hypothese bezeichnet.

Was die Frequenz angeht, ich kann die nicht sinnvoll genau messen, das chinading macht nur 2 Nachkommastellen.

Aber wann immer am ende gelegentlich mal ne 2 aufblitzte, und ich auf netzfrequenzmessung.de nachschaute warens halt 50,15 Hz rum, daher die Beobachtung.

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… ich habe hier aktuell an der Steckdose 232.8 VAC :thinking:

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Vielen Dank für eure Antworten. Interessanterweise hatten wir jetzt in den letzten Tagen immer über 240V, egal, zu welchem Zeitpunkt ich Messungen durchgeführt habe. In der Regel zwischen ca. 241V und 244V RMS Phase - Neutral. Es scheint bei uns nun keine tieferen Werte mehr zu geben. Nicht so toll, aber was will man machen. Ein Vorteil ergibt sich durch die höhere Netzspannung jedoch: Mehr Leistung für igoristische Versuche :grin:

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Ich messe bei uns öfter mal die Netzspannung, die liegt meist im Bereich von 235 - 240 V, allerdings über den Tag öfter mal schwankend. Das ist mir insbesondere dadurch aufgefallen, als ich über mein Variac und Verdopplerschaltung den Leckstrom von Elkos messen wollte. Das geht natürlich nur vernünftig, wenn die Netzspannung recht stabil ist. Plötzlich war nach langer Formierung der Elkos der Leckstrom wieder angestiegen. So kam ich darauf, dass es an den Schwankungen der Netzspannung liegen könnte und habe nachgemessen. Ich meine vor Jahren hat sich das hier noch so um 230 - 235V bewegt, die Tendenz ist jetzt eindeutig höher. Über 240V habe ich aber noch nie gemessen, aber die Werte kommen dicht dran. Ich meine die Netzfrequenz im großen Verteilnetz kann man irgendwo auch online aktuell ablesen, incl. Historie. Da gibt es dann markante Ausreißer z.B. bei dem großen Stromausfall in Spanien. Das müßte ja überall im Verbundsystem ziemlich gleich sein, evtl. mit kleinen Verzögerungen.

Die klass. Glühbirnen mögen es auch nicht, an 240+V betrieben zu werden. Insbes. ist der Einschaltstrom im kalten Zustand natürlich deutlich höher, was die Lebensdauer verkürzt. Habe schon festgestellt, dass die Glühlampen im Badschrank deutlich länger halten, wenn ich sie vor dem Ein- und Ausschalten über den Dimmer ganz herunterregele und dann langsam wieder hochfahre. Ob sich der ‘Aufwand’ lohnt ist natürlich fraglich, aber seitdem ich das so mache, halten die letzten Lampen schon über viele Jahre.

Wär im Grunde ein cooler Usecase für ne clevere Triac-Schaltung gewesen, die beim Ein/Ausschalten immer eine gewisse Kurve einbaut.

Aber der Aufwand lohnt sich in 2025 vermutlich nicht mehr für Glühobst :slight_smile:

Bin mal gespannt, wie das jetzt im Frühjahr wird, wenn bei allen Nachbarn wieder die PV-Anlagen hochfahren und richtig Leistung einspeisen. Wenn du dann die 250V knackst, wirds’ langsam kritisch :smiley:

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