ROE Foto-Blitz-Elko, Elko 4000µF 450V- Kondensator photo flash capacitor

ROE Foto-Blitz-Elko, Elko, Elektrolytkondensator, Fotoblitz Elko
4000µF 450V- Kondensator photo flash capacitor

Energie ca. 400 J

150mm lang mit Anschlüssen
Durchmesse 76,3mm
Gewicht 864g / 0,864Kg

Gehäusegewinde M12

Terminal Gewinde M5

gebraucht aus einem Laser

Kapazität getestet.

für Private Zwecke zum Bau von Hochenergie Puls Geräten ideal

Keine Garantie! aber das Versprechen, dass die Kondensatoren TIP TOP in Ordnung sind

Ich habe ca. 60! Stück davon.

Preis pro Stück 5€ zzgl.Versandkosten

Ein Paket von 15 Stück würde ich mit 50€ zzgl. Versandkosten 18,99€ (hohes Gewicht) verkaufen

Abholung in der nähe von Erfurt wäre auch möglich.

Hmmm - wie hast Du sie denn getestet?

Kapazität, Leckstrom, Ri, … ?

Die Dinger sind von 1992 - also 34 Jahre alt! Das ist für Elkos ein gutes Alter…

Die müssen vermutlich erst gründlich formiert werden, wenn sie länger nicht in Betrieb waren.

Korrekt, die sind schon etwas älter.

Wenn du ein Datenblatt dafür haben möchtest dann kannst du die neu bei Conrad oder Farnell für mindestens 120€ pro Stück kaufen mit Garantie usw. wenn du die überhaupt bekommst.

Aber als Bastler ist das ein fairer Preis. Die Kapazität kannst du ganz einfach testen. Ich habe sie bis 430V DC über Last Widerstand geladen und über zwei in Reihe geschalteten Halogen Leuchtmitteln entladen. Um die Funktion zu testen reicht das absolut aus. Wenn du unbedingt eine Wissenschaft daraus machen möchtest dann kauf die Dinger bitte neu! Eine einfache Schaltung zum Formieren der Elkos kann so mit Relais oder Mosfets und µC aufgebaut werden. Es geht um Hobby und darum an normalerweise extrem teure Bauelemente günstig heranzukommen.

Naja für “TIP TOP in Ordnung” sollte man schon alle Parameter ermittelt haben.

Kapazität alleine reicht nicht. Innenwiderstand ist auch eine ganz wichtige Größe wenn man hohe Ströme ziehen will.

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Ist ja nicht böse gemeint, @Herr Doktor!

Aber wenn Du schreibst tip-top in Ordnung, dann erwarte ich auch etwas mehr als nur mal eben aufgeladen und wieder entladen. Das funktioniert mit jedem Elko, der noch nicht explodiert oder kompl. ausgetrocknet ist.

Klar, 5 Eur ist ein fairer Preis, darum ging es jetzt aber gar nicht.

Super günstige Angebote gibts auch bei Pollin & Co., dort habe ich mal einen Schwung Elkos für Cent-Beträge gekauft. Als sie kamen, stand da ‘RFT’ drauf, also alte DDR-Produktion :wink:

P.S. ‘ROE’ ist vermutlich Roederstein, eine Qualitätsmarke aus Landshut. Das lässt hoffen…

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Bitte nicht böse sein aber wer kein Interesse hat einfach ignorieren bitte!

Grundsätzlich hätte ich Interesse, aber die sind mir einfach zu alt, fürchte ich…

Hallo Leute,

konnte doch nicht widerstehen und habe probeweise mal 4 von den Caps bestellt :blush:

Was mich hoffnungsvoll stimmte, war der Aufdruck ‘ROE’, der für die Firma Roederstein steht, eine deutsche Qualitätsschmiede. Bin dort einige Wochen am Werk vorbeigelaufen auf dem Weg zum Bahnhof in Landshut (Niederbayern) als ich in München als Werkstudent bei Siemens gearbeitet habe. Ausserdem sind das die sog. ‘Gold-Caps’ ein Siegel für beste deutsche Wertarbeit.

Habe die Kondensatoren heute mal einigen Test unterzogen und langsam formiert, damit sich die Al-oxidschicht verbessern kann. Also über Stelltrafo/Variac und nachgeschaltetem Spannungsverdoppler ganz langsam hochgeregelt und in 50V Schritten immer mal wieder länger pausiert und den Reststrom gemessen.

Hier das Setup:

Außerdem habe ich die Kapazität (mit ESR-Transistor-Multitester und einem YR1035+ zur Messung des Innenwiderstands von Li-ion 18650-Zellen), den seriellen Ersatzwiderstand ESR und den Verlustfaktor D (Dissipation factor) gemessen. Die Werte sind sicher nicht sehr genau, weil das Messequipment für diese Zwecke zu einfach/billig ist, aber sie geben einen groben Anhaltspunkt.

Was soll ich lange drumherum reden: im Großen und Ganzen hat sich meine Hoffnung erfüllt und die Caps sind besser, als ich ihrem Alter nach dachte :grinning: !

Die gemessenen Kapazitäten lagen alle in der Soll-Range: 4120 - 4250 uF.

Der ESR lag bei allen vieren zwischen 0,34 und 0,36 Ohm (gemessen mit dem Multifunktionstester), was allerdings deutlich zu hoch ist, grob um den Faktor 10. Ein 4000uF Al-Elko für 450VDC sollte etwa einen ESR zwischen 20 und 30 mOhm haben (lt. div. Datenblättern und ESR-Tabellen). Allerdings traue ich dem Multimeter hier nicht so wirklich. Es zeigte auch bei allen vieren einen ‘Verlustfaktor’ (V-loss) von 1,2 - 2,2% an, das wäre also der DF (dissipation factor), der allerdings auch stark Frequenzabhängig ist. Dieser hängt ja mit dem komplexen Wechselstromwiderstand (Xc) zusammen und ist direkt (reziprok) frequenzabhängig (Xc = 1/(2PifC)).

Mit dem YR1035+ (das m.E. recht genau misst und zwar den Innenwiderstand bei 1 kHz) ergeben sich um den Faktor 10 geringere Werte für den ESR, die dann schon einem durchaus guten Elko dieser Größenordnung entsprechen. Gemessene Werte lagen hier zwischen 19,8 und 24,2 mOhm.

Vermutlich mißt der Multifunktionstester mit 100 Hz, dann kommen die Werte etwa grob hin.

Leckströme/Reststromverhalten

Beim langsamen Formieren habe ich die Restströme beim Pausieren nach 1, 2, 3 und 5 min. gemessen. Und zwar jeweils bei etwa 100V, 200V, 300V, 350V, 400 und 450V. Mit steigender Spannung am Elko steigt der Reststrom und mit der Wartezeit sinkt er wieder ab. Im Idealfall (neuer Elko) sollte der Reststrom sich bei Nennspannung nach 5 min. etwa im Bereich 3*SQRT(CU) einpendeln (in Mikroampere), also 3x Quadratwurzel aus dem Produkt Kapazität mal Spannung. Das wäre irgendwo im Bereich von 10 uA. Viele Datasheets geben für solche Elkos aber einen max. Reststrom von 5 uA vor.

Die gemessenen Restströme lagen hier alle deutlich darüber (muß wohl sehr viel länger Formieren - läuft gerade noch….), denn meine Werte liegen nach 1 min. zwischen 1500 und 2300 uA, nach 2 min zwischen 1000 und 1700 uA und nach 5 min. zwischen 630 und 1240 uA (bei Nennspannung von 450V).

Nach meiner kurzen ‘Formierung’ und für 34 Jahre alte Al-Elkos finde ich das doch recht respektable Werte. Ich mache derzeit noch einen Langzeittest über mehrere Stunden (evtl. 24h) und schaue, wie weit der Reststrom noch fällt.

Wenn ihr noch weitere Ideen habt, was und wie man Testen könnte - und wie lange man Formieren sollte - lasst es mich gerne wissen. Eine Labor-LCR-Brücke habe ich leider nicht, aber ich denke für eine grobe Einschätzung reichen die Werte.

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Habe noch eine Dauer-Formierung laufen wo jetzt ein Elko seit 20h an 450V hängt. Der Leckstrom ist nach 16h auf im Mittel ca. 120 uA zurückgegangen, schwankte zwischen 60 und 200uA. 4h später habe ich jetzt nochmal geschaut: erstaunlicherweise ist der Strom wieder etwas angestiegen und schwankt jetzt eher zwischen 150 und 300 uA. Kann mir da keinen rechten Reim drauf machen. Vielleicht sind es Spannungsschwankungen im Netz (mehr PV Eintrag evtl. - aber es regnet gerade….), kann aber auch sein, dass sich irgendwelche Oxidschichten wieder tlw. zersetzen? Werde das noch 24h laufen lassen und dann noch einen 2. Elko auf diese Weise testen. Richtung 10uA wird man wohl nicht mehr kommen, aber unter 50 wäre auch schon recht gut.

In der Praxis ist das für die meisten Experimente aber wohl ohnehin nicht relevant.

P.S. Nach 24h hat sich der Reststrom jetzt so um 150uA eingependelt, schwankend zwischen etwa 100 und 200 uA. Die Spannung liegt konstant bei 450…451V.

Ein anderer Elko zeigte nach 16h noch 60 - 80 uA Reststrom. Das scheint mir schon recht akzeptabel. Die Netzspannung am Variac schwankt leider im Laufe des Tages um ein paar Volt, das kann das Messergebnis bei Ablesung schon deutlich verfälschen.

P.S.2: Inzwischen hängt auch der 4. Elko mind. 12h an den 450V und zeigt ebenfalls einen Reststrom zwischen 100 und 200 uA. Es scheint keine große Rolle mehr zu spielen, ob die Caps noch ein paar Stunden (oder Tage) länger an Spannung hängen, die Schwankungen sind einfach zu groß und die Spannung über Variac und Verdopplerschaltung ist nicht stabilisiert, so dass die Netzschwankungen voll durchschlagen und die Ergebnisse in diesem Bereich natürlich massiv verfälschen. Man kann nur über einen längeren Zeitraum den Durchschnittsstrom abschätzen, aber da tut sich nicht mehr viel.

Für eine wirklich vernünftige Beurteilung müßte man die Werte nun mit dem Datenblatt der Caps vergleichen, das ich aber leider nirgends finden kann. Habe nur ähnliche Elkos gefunden und da sind die angegebenen Leckströme wie oben angegeben.

2 YT-Videos haben mich etwas stutzig gemacht, was die Berechnung der Restströme angeht: Offenbar gibt es da doch recht unterschiedliche Formeln und heransgehensweisen und in älteren Tabellen sind die Leckströme für große Elkos sehr viel höher angebene (bis zu einige mA) - da wäre ich also schon einen Faktor 20 darunter! Neuere Elkos sind diesbezüglich wohl um einiges besser geworden und die Formeln haben sich geändert. Mit 100-200 uA für diese großen Caps sind wir aber in einem guten und noch vernünftigen Bereich m.E.

Kurz gesagt: alles in allem nach meiner Einschätzung noch durchaus gute und brauchbare Elkos, insbes. mit Hinblick auf ihr Alter.

Habe mir nun aber auch noch ein kleines LCR-Meter bestellt, das hoffentlich noch genauere Werte liefert, insbes. was ESR und Verlustfaktor bzw. Verlustwinkel angeht. Werde berichten…

Hier habe ich noch das Datenblatt eines als Foto-Blitz-Elko angebotenen FT-Elkos mit 400V, 2500uF gefunden (also eine ganze Hausnummer kleiner)

Dort wird der max. Leckstrom fix mit 6uA angegeben, nach 5 min. auf Nennspannung. Angesichts der Größe und des Alters würde ich meinen, dass Werte um 30-50 uA schon recht gut sind. 200uA scheint mir schon etwas erhöht, aber immer noch gut für das Alter.

Die beiden o.g. Videos zur Leckstromermittlung großer Elkos:

Electrolytic capacitors and its LEAKAGE current and how to test:(TRX Lab)

Basics of Capacitor Leakage / using the Antique Wireless Association DC Leakage Tester: (w2aew)