Hallo,
Eventuell ist es ja wieder mal Zeit für eine neues “DIY-Projekt”, nachdem die Kern-Entwicklung für die FDM-Drucker um RepRap herum, Resin-3D-drucker und Laserdioden-Gravierer ja fest in chinesischer Hand ist ?!?
Hallo,
Eventuell ist es ja wieder mal Zeit für eine neues “DIY-Projekt”, nachdem die Kern-Entwicklung für die FDM-Drucker um RepRap herum, Resin-3D-drucker und Laserdioden-Gravierer ja fest in chinesischer Hand ist ?!?
… ich bin schon länger an einem Verfahren dran, wo ich mit einem Faserlaser-Galvo (oder auch einem XY/Z-Lasergravierer, nur viel langsamer) dünne Schichten von unterschiedlichen Materialien aufeinanderstaple und dann selektiv aufbacke/aufsintere oder *zig andere Varianten einsetze, um das in Z miteinander zu verbinden.
Suche dafür Leute(Interessierte, die noch Interesse daran haben, selber was aufzubauen, anstatt abzuwarten, bis es fertigen Schrott dafür billig zu kaufen gibt …
Ich habe hier nur einen blauen 5W Diodenlaser. Alles andere war mir bisher zu teuer.
Vielleicht könnte ich schwarzes pulverisiertes Kerzenwachs schmelzen
![]()
Ansonsten bastle ich aber ganz gerne.
für “Wachs-Thermotransfer” gibts mit Wachs beschichtete Folienrollen habe ich in Schwarz oder rot … mit sowas als “4-Farb-Band” läuft mein uralter Farbdrucker für den C-64 - der “Okimate 20” … mit dem Teil habe ich Ende der ‘80-er mit 10x das Gleiche drucken meine ersten “3D-Font”-Drucke gemacht.
Mit einer blauen Laserdiode geht aber auch mehr – z-B, mit schwarzem oder dunklem Lack eingesprühte Glasplatten oder Folien, trocknen lassen, mit der Farbschicht auflegen, durch den durchsichtigen Träger hindurch “rüberdampfen”.
Genauso kannst du auch die Glasplatte oder Kunststoffträger mit z.B. Metallpulver vorbeschichten und dann die Pulverschicht aufschmelzen bzw. aufsintern.
Mit einer Rolle durchsichtiges Pack-Band (oder auch einfach Tesa-Rolle) kannst du so dünne Schichten aus Pulver übertragen und dann Ebenenweise aufschmelzen oder aufdampfen
mein DIY-Projekt würde sich praktisch um die Realisierung dieses “Schicht-Vorbereitung, -Handling und Transfer” kümmern … für die schnellen Vortests erstmal so (manuell) … dann in einem halbautomatischen Prozeß, um “viele” Schichten nacheinander aufzuschmelzen … mit einem der Verfahren, bei denen ich “superdünne” Schichten aufeinanderlaminiere, hat’s einige 100 bis Tausende Schichten, was rein manuell einfach zu lange dauern würde ![]()
Ich weiß nicht, ob du da noch Ideen suchst…
Beispielsweise könnte man dünne Schichten mittels elektrostatischer Spannung auf ein Objekt bringen. Danach dann mit Laser einbrennen. Also so ähnlich wie ein Laserdrucker.
Das könnte man in schnellem Wechsel, oder vielleicht auch kontinuierlich machen.
Ideen und Varianten habe ich mehr als genug.
Aktuell suche ich (bzw. hab’ gefunden) Lieferanten für 1-50 µm große schwarze, schmelzbare Mikrokugeln für meine “Klebeband-Übertragungs-Testmuster” … ein paar Materialien habe ich noch aus der Zeit, as ich sowas schonmal mit ausgeschlachteten IR-Laserdioden vorgestellt hatte – damals war das Hauptproblem, wie man das Pulverbett aufbaut und den Schichtbildungsprozess optimiert.
Mit der Klebefolienvariante ist das deutlich einfacher und auch einfacher per DIY da reinzukommen
Ich hatte halt dieses elektrostatische Spitzverfahren für Farbe im Sinn.
Damit könnte man eine Fläche mit einem Staub belegen, dann mit Laser einbrennen.
Wie hoch man dann eine Beschichtung machen könnte, bis die Spannung nicht mehr ausreicht, den Staub auf der neuen Schicht zu halten, das weiß ich halt auch nicht.
Meines Wissens hält eine neue Pulverbeschichtung nicht auf bereits Pulverbeschichtetem.
![]()
Aber warum?
Könnte es sein, dass die Beschichtung normalerweise Strom schlechter leitet?
Was wäre aber, wenn man Metallpulver verwendet?
Sobald es auf der Unterseite angeschmolzen ist, hätte man wieder Stromleitung.
Aber ehrlich gesagt, kenne ich mich da auch nicht richtig aus, ob sich da Metall anders verhält als ein zu versprühender Nichtleiter.
Ich denke mal, das liegt an den Haftungsgründen.
Wurde die Schicht einmal aufgebacken, ist die ja doch recht glatt.
Nach der statischen Aufladung und dem Bepulvern wird das Bauteil ja bewegt und aufgehängt und so… Dann fällt dir der Mist halt wieder ab und liegt auf dem Fußboden, wenn keine Grundhaftung vorhanden ist.
Bin mir aber nicht sicher und fällt somit unter Verschwörungstheorie ![]()
… die Schicht-Haftung hängt auch stark vom Material und den Laser-Parametern ab … Pulverbett-3D-Druck per SLS ist ja auch “aufgeschichtet”.
Vor Jahren hatte ich das mit Lignin-Pulver (braun), Puderzucker mit Ruß beigemischt (Grau) und Basalt-Mikro-Kugeln mit 0.2mm Durchmesser ausprobiert - daß ließ sich jeweils problemlos auf schon aufgebrachte Schichten aufschmelzen - am Besten ging das mit den tiefschwarzen Basalt-Kügelchen.
Beim Puderzucker-Ruß-Gemisch hatte ich einen interessanten Nebeneffekt - beim Aufschmelzen ist der Ruß rausgedampft, so daß die Schmelze fast wieder durchsichtig wurde … hatte nicht weiter damit experimentiert, wäre aber evtl. eine Möglichkeit. klare, durchsichtige Schichten zu erzeugen … evtl. für Fresnell-Linsen oder optische GRIN-Strukturen …
Beim schwarzen Basalt hatte ich auch was in der Richtung – nachdem ich mit dem 20µm-Laserfokus einfach so ins Pulver “reingeleuchtet” hatte, wobei es ziemlich “gezischt” hatte, hatte ich im gelaserten Bereich keine schwarzen 200µm-Kugeln mehr, sondern ein Gemisch aus grünen Kügelchen mit um 50µm Durchmessern und drumrum viele immer kleinere Kügelchen, die immer heller bis weiß ware, je kleiner (die kleinten unter 1µm bzw. im Mikroskop nur als “Staub” sichtbar) … das dürfte Rekondensat der verdampften Originalkugeln gewesen sein …
… habs vorhin mit dem Faserlaser, schwarzen 0.2mm Stein (Basalt) Microspäres und Tesaband als Träger und einer weißen glasierten Fliese als Basis probiert.
Für eine Ebene gehts, die Energiedichte zum aufschmelzen der Basaltkügelchen auf/in die Glasur läßt das Tesaband aber schon “verbrennen”, so daß es sich deformiert und es schwierig wird, mehrere Ebenen aufeinanderzuschmelzen.
Brauch also entweder schwarze Kunststoff-Mikrosphäres für weniger Leistung, oder ich mach die Übertragung mit den Mikroskop-Trägern aus Glas – dafür muß ich mir dann doch noch einen “Kleber” aus Dexpanthenol und Dest.Wasser zum Aufpinseln aufs Glas zusammenrühren … eine kleine Probe schwarze Glas-Microsphäres kommt auch irgendwann … und irgendwo habe ich auch noch eine Flasche schwarzes PA-Pulver … muß dann erstmal Dexpanthenol für den Kleberbesorgen …
Die Verwendung von Dexpanthenol verblüfft mich hier allerdings. Ich kenne das eigentlich nur aus meiner Bepanthen-Salbe.
Gibt es eine besondere Eigenschaft, warum du das nehmen willst?
… ich hatte mir vor vielen Jahren für Laser-Hartlöten mit Gold selber eine Hartlotpaste mit 0.03mm-Kugeln aus einem Gold-Zinn-Eutektikum (80:20 Gold Zinn) und Goldpulver angemischt … um das ohne irgendwelche Beimischungen oder Reaktionen aufschmelzen zu können, habe ich als “Binder” etwas Dexpanthenol und noch weniger destilliertes Wasser angerührt, so daß es eine halbflüssige, klebrige “Paste” wurde, die ich mit einem angespitzten Zahnstocher uaf die Lotpads sippen konnte … Dexpanthenol ist enorm “klebrig” und verdampft bei Überhitzung spurlos in Wasserdampf und CO2.
Hier, der glänzende “Knubbel” rechts im Bild ist die aufgeschmolzene Gold-Hartlotpaste auf einem 120µ- breiten Pad, mit einem 1µm-Platindraht drin eingebettet :