Auf was für einer Topologie basiert diese Schaltung

Hallo und einen schönen :sun_with_face: Dienstagnachmittag, hallo Allerseits, wie ich :point_up: oben schon erwähnt habe, man muß sich eben bei 10 Mhz genau an den Bauplan und die Windungszahlen - Drahtstärke halten​:slightly_smiling_face:, und ne Bi hatte ich auch anstatt von zwei antiparallelen TVS verwendet.

Naja in dem Video ist die Schaltung auch ohne Sekundärspule angeschwungen:

Bei Minute 4:59 wird das gezeigt. Deswegen versuche ich ja auch immer noch die Schaltung so zum Schwingen zu bringen

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Dann muss ich wohl anderen Kupferlackdraht kaufen :disappointed_relieved::joy: Ich hätte echt nicht gedacht dass die Drahtstärke so einen großen Effekt haben kann.

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Die Schaltung sollte auch ohne die Resonator Spule funktionieren, wenn du dich einigermaßen an der Orginalspule mit 5,5 Windungen orientierst und die Schaltung mit exakt denselben Werten für die einzelnen Komponenten nachbaust. Ich selbst habe einfach einen Drahtfetzen aus flexiblen Draht genommen, welcher noch herumlag, also keinesfalls perfekt geeignet.

Am Oszilloskop mit einer einfachen Drahtschlaufe als Antenne sieht das Signal so aus:

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Hallo grüß dich Gandalf, was mir noch aufgefallen ist, Filmkondensator - Styrol 4,7 nf , Widerstände 2W, Poti Cermet 1 bis 2 W sollten schon sein, und die Spulen, einschließlich der Drosselspule sollten wie im Video gezeigt, gefertigt werden. Mit der Primärspule kann man anschließend noch etwas :video_game: spielen, sozusagen 1bis 2 cm abnehmen oder dazugeben. Ne Glimmlampe oder ne Leuchtstoffröhre kann man prima zur Abstimmung verwenden, fährst du damit an der Sekundärseite hoch, findest du auch das Spannungsmaximum. Viele herzliche Grüße von axonf.

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So wie er die Bauteile zusammenlötet, hat das auch Einfluss auf die ganze Funktion. Du arbeitest mit 10MHz ! Da kommt es schon auf diese kurzen Verbindungen am Mosfet an. Deine Zenerdiode oder die anderen Dioden hängen bei dir irgendwo in der Gegend herum. Die Anschlussdrähte der Bauteile sollte man so kurz wie möglich halten. Dazu kann man sie mit einer Zange kürzen. Du hast auch einen ganz anderen Poti, aber auch der hat Kapazitäten bzw. wenn du mit einem Schraubendreher bei dir etwas verstellst wirkt der Schraubendreher auch schon wieder wie eine Kapazität. Also solltest du ein Kunststoffjustierwerkzeug dafür verwenden. Seine “gelbe” Spule hängt auch nicht irgendwo, sondern ist senkrecht direkt neben dran angeordnet, das kann auch sehr entscheidend sein, auch wie rum du gewickelt hast, kann einen Einfluss haben. Ich sehe bei deinem Aufbau keine Spule, die so aussieht oder gewickelt ist wie seine. Bei dir hängt an irgendwelchen langen Drähten so ein schwarzes Ding, was die Spule sein könnte, aber ganz andere Dimensionen hat als seine.

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Jetzt funktionierts. Vielen Dank.
Ich glaube das kam alles von der einen Spule mit 17 Windungen. Ich habe Kupferlackdraht verwendet. Damit hatte ich natürlich eine ziemlich kurze Spule die eine höhere Induktivität hatte als wahrscheinlich vorgesehen. Und deswegen ist der Blindwiderstand bei den hohen Frequenzen wahrscheinlich zu hoch gewesen sodass die Schaltung nicht angeschwungen ist. Also denke ich.
Die hab ich jetzt neu gewickelt damit sie länger ist.
Jetzt muss ich “nur” noch die Sekundärspule anschließen und alles tunen.
Ich hab noch eine Frage: wenn ich alles später auf eine Platine löten will, gibt es da irgendwelche Regeln die man beachten muss? Wenn man mit solchen hohen Frequenzen arbeitet.

Na also, geht doch…

…Die Regeln, die schon erwähnt wurden.

Dann natürlich Sicherheit:
Wo Funken entstehen, ist ein Brand nicht weit.
Nie unbeaufsichtigt laufen lassen.
Auch durch Induktion können hohe Spannungen in der Nähe induziert werden. Selbst Metallschrauben könnten Funken anziehen, oder so wie mir mal passiert, dass sich eine Entladung durch den Tisch fortsetzt , weil dort Metall drin war.
Berührungssicher machen. Plexiglas-Gehäuse sieht auch gut aus, aber am besten mit Kunsstoffschrauben. Auch die Sekundärspule gegen die Primärspule isolieren ist nicht verkehrt.
Ozon Entstehung: Sollte man nicht unterschätzen. Es ist nicht nur das Ozon, dass durch die Entladungen in der Luft entsteht, sondern auch ziemliche Mengen an “Nitrosen Gasen”. In feuchter Luft sind die für die meisten Metalle sehr agressiv. Und für die Lunge nicht minder.
Radio und andere Störungen. Empfindliche Geräte wie elektronische Uhren, Radios, Handys, Herzschrittmacher, WLAN auch vom Nachbar, sind wenn sie zu nahe sind, dem Tode geweiht. Solltest auch mal überprüfen wie warm dein Mosfet wird.

Habe ich etwas vergessen?

Ich hab noch Mal eine Frage zum Tunen.

Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich das in der Praxis mache und wie man erkennt ob die Schaltfrequenz jetzt ober oder unterhalb der Resonanzfrequenz liegt.

Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege, ich hab die Schaltung immer noch nicht ganz verstanden.

Aber es geht doch darum die Frequenz mit der die Schaltung ohne Sekundärspule schwingt der Resonanzfrequenz des Sekundärschwingkreises anzupassen oder?

Da ein Slayer Exciter mit meiner kleinen Sekundärspule nicht funktioniert hat, musste ich die Resonanzfrequenz berechnen. Da bin ich auf 10,5 MHz gekommen.

Und die Schaltfrequenz ohne Sekundärspule hab ich auch auf ca. 10,5 MHz bringen können.

Nur wenn ich jetzt die Sekundärspule anschließe, schwingt alles mit ca 7Mhz und es bildet sich höchstens ein Mini-Funke.

Ich hab auch schon alles mögliche verstellt, unter anderem die Windungszahl der Sekundärspule und die Länge der Primärspule. Manchmal konnte ich einen Funken ziehen, manchmal nicht. Aber jetzt ist das das erste Mal das der Funke erhalten bleibt.

Trotzdem kommt mir der ein bisschen mickrig vor. Und der verschwindet auch wenn ich einen provisorischen farradayschen Käfig darüber Stelle (ich hatte Angst um mein Oszilloskop das direkt neben dran steht).

Hast du dir schon mal Resonanzkurven am Oszi angeschaut, zB. mit einem Wobbelgenerator erzeugte Schwingungen auf einen Schwingkreis gegeben? Oder hat dein Oszi die Möglichkeit als Spektrumanalysator zu arbeiten?

Dann kannst du dir mal die Resonanzen von solchen Spulen anschauen. Da das einfache Luftspulen sind, haben die keine so scharfen Resonanzkurven. Es braucht ja immer einen Kondensator und eine Spule für einen Schwingkreis. Je besser die Güte der Spule ist, und je besser der Kondensator auf die Spule abgestimmt ist, umso schmaler wird der Resonanzbereich. Und je besser dieser über dein ganzes System abgestimmt ist, umso besser das Ergebnis. Wenn du dir jetzt deine ganzen Kabel zu den Spulen anschaust, und wie die Spulen zueinander stehen, das hat alles Einfluss auf die Frequenz und die Güte. Wenn du z.B. die Primärspule etwas höher setzt, wird sich alles wieder irgendwohin verschieben, und du musst wieder nachregulieren.

Hallo und einen schönen :sun_with_face: guten Sonntagmorgen, hallo grüß dich Gandalf. Ich würde mich erst mal genau ans Video - Schaltplan halten. Auch die Primärseite sollte eng gewickelt sein, mit 3 mm Abstand hat diese schon andere Werte, gibt doch mal die Daten in einen Luftspulen - Rechner ein und Vergleiche. Die Sekundärseite sollte man mit ner Schiebelehre nachmessen oder nachzählen :sweat_smile:. Zum abstimmen kann man an der Primärseite je 1 cm abnehmen oder dazugeben. Suche doch mal die maximale Feldstärke - Spannungsmaximum mit ner kleinen Glimmlampe :light_bulb:. Ich würde sagen da schwing alles zusammen, und Abgestimmt wird immer über Angriffe an der Primärseite, große Teslas werden mit einem Frequenzgenerator eingemessen. Beide Schwingkreise haben Ihre Frequenz und diese möchte man in Resonanz bringen, Cap + Primärspule und Sekundärspule + Topload + kleine Einflüsse. Gib doch mal die Daten in den Raake - Rechner ein :innocent:. Viele herzliche Grüße von axon-F.

Ich hab ehrlich gesagt noch nie eine Spektrum Analyse gemacht. Aber das ist doch diese FFT Funktion am Oszilloskop oder?

Einen Funktionsgenerator habe ich nicht, also blieb mir nur das übrig.

Ich hab mich mal ein bisschen schlau gemacht und die FFT Funktion ausprobiert. Also ein kurzes Drahtstück als Antenne genommen das Oszi angeschlossen und das neben die laufende Schaltung gestellt.

Mein Ergebniss war eine Spitze bei ca. 7,8 MHz. Und das ist momentan die Schaltfrequenz der HFSSTC.

Was ich auch nicht soooo ganz verstehe ist dass sich die Schaltfrequenz verändert sobald ich die Sekundärspule anschließe. Und zwar auf die 7,8Mhz. Muss ich dann die Schaltung so verändern dass ich auf die 10Mhz der Sekundärspule komme?

Bis 10MHz war keine weitere Spitze zu sehen, erst wieder bei ca. 15Mhz. Und diese war kleiner als die bei 7,8Mhz.

Ist das dann die Resonanzfrequenz? Die ist dann aber sehr viel höher als sie angeblich sein sollte.

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Hallo grüß dich Gandalf, ich bin ja da auch nicht der Fachmann, alle Bauteile identisch verwenden und das Oszi weglassen. Wie gesagt zum Abstimmen ne Glimmlampe oder Energiesparlampe verwenden. Im Anschluss ein Bildchen von meiner eingestaubten HF Tesla Coil. Viele herzliche Grüße von axon-F.

Mir ist gerade aufgefallen dass ich nur 149 Windungen habe. Da hätte ich vielleicht besser zählen sollen :grin:

Vielleicht ist das der Fehler.

H
Hallo Gandalf ich komme bei meiner Spule auf ne Höhe von 91 mm und 5 1/4 Windungen auf der Primärseite. Hast du auch die Durchmesser der Spulen genau eingehalten? Viele herzliche Grüße von axon-F.

Ja der Durchmesser ist bei beiden Spulen genau wie in dem Video.

Allerdings hab ich mit 150 Windungen und dem 0,6mm Kupferlackdraht 97mm Länge.

Und diesmal hab ich nachgezählt :joy: Zwei mal. Vielleicht hat der Draht Toleranzen? Ich weiß nicht warum das bei mir länger ist. Ich hab aber eigentlich auch so eng wie möglich gewickelt.

Hallo grüß dich Gandalf, 0,6 x 150 = 90 + 1bis 2 Millimeter für die Luft. Deine Spule ist sehr gut :+1: gewickelt :smiling_face_with_three_hearts:. Meine Primärspule sitzt auf ner Muffe vom 50 er HT Rohr, da hätte ich nen Außendurchmesser von 54 mm, deshalb hat wohl die Spule nur 5 1/4 Windungen. Noch ne Info, der Fußpunkt der Sekundärseite kommt an den Cap und die Drosselspule :wink:. Viele herzliche Grüße von axon-F.

Der Lack ist ja auch unterschiedlich bei unterschiedlichen Chargen. Das wirkt sich natürlich auch auf die Induktivität aus. Da kriegst du einen größeren Durchmesser und einen größeren Abstand der Wicklungen.

Ich finde es gut, dass du mit deinem Oszi die Resonanzfrequenz sehen konntest. Die Schwingungen sind auch schöne Sinuswellen. (Die Oberschwingung kann auch durch Messfehler des Oszis entstehen.) An dem Hauptpeak kannst du nun ausprobieren, wie sich Veränderungen am Aufbau und den Einstellungen auswirken. Gerade, wenn es auch deine Absicht ist die 10MHz zu erreichen, siehst du so am besten, was du tun musst, um die Frequenz anzupassen.

Ja das hab ich sich so angeschlossen.

Ist das dann aber auch wirklich die Resonanzfrequenz des Sekundärschwingkreises?

Weil wenn ja sollte ich ja eine Plasmaflamme sehen können.

Und wenn ich etwas am Aufbau verändere, verschreibt sich auch dieser Hauptpeak.

Und da die Sekundärspule ja jetzt länger ist als sie sein sollte, musste ja jetzt auch die Resonanzfrequenz über 10Mhz liegen.

Gibt’s da irgendeine Vorgehensweise um das zu tunen? Ich hab das Gefühl das einfach nur ausprobieren zu keinen Ergebnis führt :face_with_peeking_eye:

Nein, das bedeutet das nicht grundsätzlich. Suche mal nach “Berechnung von Luftspulen”. Da kommt es nicht nur auf die Länge an.

Ja, du hast da nicht viel Regulierungsmöglichkeit. Darum hatte ich auch gescchrieben, dass du mal die Primärspule etwas höher um die Sekundärspule setzt. Ob sich da etwas verbessert.

(Mit einer Glimmlampe kann man die Knotenpunkte manchmal bei langen Teslaspulen abfahren und sehen, dass es Stellen gibt wo sie heller/dunkler leuchtet. Am besten, wenn sie halt nur ganz oben leuchtet, weil dann keine Oberwellen über die Spule verteilt sind sondern die ganze Energie an der Spitze ankommt. )

Oder an der Primärspule eine Windung mehr oder weniger , oder enger und weiter, oder stauchen oder dehnen, oder längere/kürzere Leitung zur Primärspule, oder die Kabel der Zuleitung zur Primärspule näher aneinander oder weiter voneinander entfernt…

Du kannst eigentlich nur an den Spulen und dem Poti etwas ändern, weil dein Kondensator fest ist.
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Ich habe deine Sekundär-Spule mal nach gerechnet:

µ0 1,25664E-06
Länge mm 96,999
Radius mm 12,5
Windungen 150
Drahtstärke 0,64666
Induktivität 0,143 mH
143 µH
Kapazität 2,831984 pF
Eigenresonanz 7,91 MHz

Das ist doch genau das, was du am Oszi gemessen hast. Du müsstest auf der Sekundärseite auf 107 Windungen zurück gehen (was ich jetzt nicht gerade empfehle) um auf 10MHz zu kommen.
Deine Sekundärspule hat eine Eigenkapazität, das sind die 2.8pF. Die machen dann die Frequenz der Sekundärspule. Diese Eigenkapazität kannst du theoretisch noch verändern, indem du die Spitze veränderst. Da kenne ich mich aber nicht mit aus.

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